Dabeisein ist alles! Warum der Deutsche Radiopreis Sie braucht.

radioWOCHE

08.03.2015 – „Ooops – ist es schon wieder soweit?“
Genau wie Weihnachten und der runde Geburtstag der Erbtante kommt auch die Einreichungsfrist für den Deutschen Radiopreis ganz plötzlich und spontan um die Ecke… Kaum hat das neue Jahr begonnen, ist es schon wieder soweit. Bewerbungen um die zehn Kategorien des Deutschen Radiopreises dürfen ab 1. April eingereicht werden. Die entsprechende Plattform bleibt bis 31. Mai 2015, 23 Uhr 59 zum Upload geöffnet. Eine Chance, die Sie nutzen sollten! Um dabei zu sein und ein Teil der Veranstaltung „Deutscher Radiopreis 2015“ (Gala und Verleihung am 3. September in Hamburg) zu werden und mit dafür zu sorgen, dass die deutsche Radiolandschaft ausgewogen abgebildet wird, muss man natürlich alles gesammelt haben, was „preis-würdig“ sein könnte…

„Ach, ich gewinn da sowieso nicht!“
Haben Sie es schon versucht? Ich darf nun zum dritten Mal zur Grimme-Jury für den Deutschen Radiopreis gehören und habe genau Sie in den letzten beiden Jahren vermisst! Zum Beispiel in der Kategorie „Beste Moderatorin“/ „Bester Moderator“. Ich kenne so viele herausragende Moderatoren in großen und kleinen, öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern. Und viele dieser großartigen Persönlichkeiten haben nichts eingereicht. Oder besser gesagt: wurden von ihren Chefs nicht eingereicht. Warum? Weil Sie Angst haben, nicht zu gewinnen? Na und! Dann eben im darauffolgenden Jahr.

„Ja, aber wenn ich nominiert werde und dann doch nicht gewinne – das ist doch total peinlich.“
Hallo??? Für mich wäre es in meiner Zeit als Moderatorin das Größte gewesen, wenigstens nominiert zu sein. Das würde ich heute noch stolz rum erzählen und in meinen Lebenslauf einbauen. Bitte bedenken Sie: während es unzählige Fernsehpreise gibt – von Grimme über „Goldene Kamera“ bis Bambi – haben wir im Radio nur diese eine nationale Auszeichnung im Jahr. Dabei zu sein ist schon großartig. Da haben schon Gewinner ihren Preis von Robbie Williams überreicht bekommen!

„Da gewinnen doch sowieso nur die öffentlich-rechtlichen Sender“
Zugegeben – im vergangenen Jahr gab es sechs Preise für die Öffis und nur vier für die Privaten. Aber haben Sie schon mal darüber nachgedacht, ob die Privatsender auch genauso fleißig Beiträge, Moderationen, Morningshows, Innovationen usw. eingereicht haben, wie die Öffentlich-Rechtlichen?

„Aber ich arbeite doch nur bei einem kleinen Lokalsender“
Das tut Diane Hielscher von Flux FM auch. Und dennoch wurde sie 2014 als „Beste Moderatorin“ ausgezeichnet. Der Lokalsender Hitradio Ohr aus Offenburg bekam im vergangenen Jahr ebenfalls einen Radiopreis – den für die „Beste Programmaktion“. Weil die Verantwortlichen eine sehr gute Idee ansprechend umgesetzt haben. Nicht mehr und nicht weniger. Das können Sie auch!

„Sie meinen wirklich, ich habe eine Chance? Wie läuft das denn ab?“
Ganz einfach: Elf Juroren hören sich Ihren Beitrag, Ihre Programmaktion, Ihre Show etc. an und bewerten die Einreichung unabhängig voneinander. Keiner weiß, was der andere macht… am Ende gibt es eine zweitägige Sitzung, in der über alle Einreichungen diskutiert wird. Da fliegen schon mal die Fetzen, weil die Jury hart um jede Entscheidung kämpft und weil über jede Nominierung in jeder Kategorie stundenlang debattiert wird.

„Hmm. Und was kann ich tun, um bessere Chancen zu haben?“
Geben Sie der Jury gute Gründe, warum ausgerechnet Sie gewinnen sollten… und lesen Sie die Statuten vorher durch. Denn mit dem „Deutschen Radiopreis“ ist es ein bisschen wie mit den Olympischen Spielen: wer auf dem Treppchen steht, hat nicht nur hart gearbeitet. Er hat sich auch an alle Regeln gehalten.

In diesem Sinne:
Dabei sein ist alles!

Yvonne Malak

P.S.: und falls Sie diese eine geniale Sendung…Sie wissen schon… doch nicht archiviert haben sollten, dann denken Sie fürs nächste Jahr daran: sammeln, sammeln, sammeln.

Erschienen am 05. März 2015 auf www.radiowoche.de.